Gleb Bas

1980         geboren in Kiew
seit 2000  Kunstakademie Münster, seit 2001 bei Prof. H.-J. Kuhna
2004/05    Auslandsstipendium
                an der `Bezalel Academy of Fine Arts´, Jerusalem
2006         Auslandsstipendium `Cite des Arts´, Paris

seit 2003  Meisterschüler

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2003, Auszug:
Korean International Art Fair `KIAF´, Seoul. Kunsthalle Recklinghausen (Kunstpreis Junger Westen). Düsseldorf (Große Kunstausstellung NRW). Städtische Ausstellungshalle Münster. Galerie Horrach Moya, Palma de Mallorca. Städtische Galerie Lippstadt. Galerie Best, Seoul. Galerie Klose, Essen.
 
Gleb Bas ist 1980 in Kiew geboren. 2000 begann er sein Studium an der Kunstakademie Münster
und ist seit 2001 Student in der Klasse von Prof. Hermann-Josef Kuhna, der ihn 2003 zum Meister-schüler ernannte. Es folgten Auslandsstipendien, 2004/05 an der `Bezalel Academy of Fine Arts´
in Jerusalem und 2006 in Paris das Stipendium `Cite des Arts´ (ein Förderprojekt des Freundeskreise der Kunstakademie).

Gleb Bas´ Bilder handeln von seiner subjektiven Wahrnehmung des direkten Umfeldes und den Abbildern von Wirklichkeiten, welche über die Medien zu ihm finden. Obwohl er sich intensiv mit der Stellung des Individuums in einer sich, auch in ihren Bildwelten, immer schneller verändernden und komplexer werdenden Welt auseinandersetzt, hat für ihn der malerische Aspekt Vorrang vor theoretischen Beobachtungen und Überlegungen. Es ist nicht seine Absicht zu belehren, oder bedeutende Ereignisse unserer Zeit zu dokumentieren, er möchte momentane Stimmungen einfangen und wiedergeben. Motive gewinnen durch aktuelle Vorkommnisse oder neue persönliche Erfahrungen für ihn unvorhersehbar an Bedeutung und werden Auslöser für neue Bilder.

Die Ergebnisse lassen sich in drei Gruppen unterteilen: Die Portraits, die konstruierten und, im Zusammenspiel mit dominanten und häufig deplatziert wirkenden Motiven, künstlich wirkenden Landschaften und jene bühnenartigen Konstruktionen die sich aus Projektionsebenen zusammensetzen, mit dreidimensionalen figürlichen Darstellungen korrespondieren und dabei an virtuelle Bildräume erinnern. Den Arbeiten ist gemeinsam, dass ihre Motive in Bewegung scheinen, für den Betrachter kaum linear ablesbar sind und das Auge, vom Maler gewollt, so durch das Bild geleitet wird, wie es unseren ursprünglichen Sehgewohnheiten entspricht.
Gleb Bas bedient sich hierbei (ganz klassisch) des Spiels mit den Perspektiven und dem gezielten Einsatz von Schärfen und Unschärfen. Gegenständliche Darstellungen wechseln mit flüchtigen Bildern, Proportionen entsprechen nicht mehr unseren Erfahrungen, die unterschiedlichen Bildebenen beginnen sich zu überlagern oder in Pixel aufzuteilen. Zentrale Motive verlieren im Bildzusammenhang zunehmend wieder an Bedeutung und werden Teil eines Szenarios, das sich ästhetisierten Bildwelten widmet.
Für die Umsetzung bedient sich Gleb Bas häufig eines von ihm weiterentwickelten Umdruckverfahrens, das besonders in seinen Portraits nachvollziehbar wird. Er trägt Ölfarbe zunächst sehr pastos
auf einen Bildträger, hebt sie mit einer Folie zum Teil wieder ab und überträgt sie auf eine neue Leinwand. Diesen Schritt wiederholt er mehrmals, auch mit Abbildungen aus unterschiedlichen Perspektiven, bevor er das Bild in traditioneller Technik zum Abschluss bringt. Diese Vorgehensweise ist von Gleb Bas nicht ausschließlich für das Ergebnis erdacht. Er benutzt die daraus resultierenden, letztlich nicht bis ins Detail kalkulierbaren Zwischenschritte ganz gezielt, um seine Anspannung für den Tag an der Staffelei aufrecht zu erhalten. In seiner Ausstellung gewährt er den Besuchern mit
einer Gegenüberstellung der beschriebenen Zwischenstadien einen Einblick in diese Arbeitsweise.