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Svenja Rau
1982 geboren in Bielefeld
seit 2002 Kunstakademie Münster
(bei Prof. Timm Ulrichs, seit 2006 bei Prof. Henk Visch)
2006 Auslandsstipendium
(an der Akademie der Bildenden Künste, Wien)
seit 2007 Meisterschülerin
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Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2003, Auszug:
Stadtmuseum Bergkamen. Galerie `Artefakt´, Bad Oeynhausen. Kunstverein Dülmen. Kunsthalle Recklinghausen.
TechnikMuseum Soest. Kunstverein Ingolstadt.
Svenja Rau wurde 1982 in Bielefeld geboren.
Sie studiert seit 2002 an der Kunstakademie Münster, bis 2006 in der Kasse von Prof. Timm Ulrichs, seither bei Prof. Henk Visch. 2007 wurde sie zur Meisterschülerin ernannt.
Im Mittelpunkt der Arbeit von Svenja Rau stehen keramische Objekte, begleitet von Zeichnungen und Collagen. Den unterschiedlichen Arbeiten ist gemein, dass sie selten eine eindeutige Interpretation zulassen.
Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet eine Reihe von zusammengehörenden keramischen Objekten. Auf den ersten Blick erscheinen sie wie seriell erstellte Werkstücke aus dem industriellen Bereich. Die graue Glasur lässt sie von weitem betrachtet wie maschinell produzierte Erzeugnisse erscheinen, in Wirklichkeit handelt es sich um handgefertigte Unikate, deren Größen sich in ihrer Ausdehnung zwischen 7 und 22 cm bewegen. Ausgangspunkt aller Objekte dieser Reihe sind fünf Grundformen, die mit unterschiedlichen Elementen ergänzt sind. Die angefügten Teile erinnern an Henkel, Laschen, Griffe etc. und unterstützen so den ersten Eindruck einer seriellen Fertigung.
Mehrere Einzelstücke sind jeweils zu einer Einheit zusammengefügt, die auf hohen orangefarbenen Sockeln (im Grundriss von 120x30cm) gezeigt werden, ähnlich einer Produktpräsentation auf Industriemessen. Der Betrachter hat so die Möglichkeit, aus nächster Nähe die lediglich scheinbare Funktionalität wahrzunehmen. Sichtbare Spuren auf den Oberflächen werden eindeutig als solche aus einer handgefertigten Herstellung erkennbar.
Einen besonderen Exkurs im Spiel mit den (enttäuschten) Erwartungen des Betrachters bietet die Arbeit `Mimesis´, deren Titel aus jenem Begriff der Biologie abgeleitet ist, der die Tarnung durch Adaption an Mustern der Umgebung bezeichnet. Mit ihr hat Svenja Rau eines ihrer Objekte mit einer hochglänzenden Glasur aus echtem Platin überzogen, worin sich die Umgebung widerspiegelt und bei entsprechender Beleuchtung bewirkt, dass die Skulptur selbst teilweise unsichtbar wird.
Auch die Zeichnungen und Collagen von Svenja Rau, ausnahmslos ohne Hilfsmittel, wie Fotos oder Projektionen, entstanden, weisen ein hohes spielerisches Potential auf.
Obwohl ihnen naturgetreue Skizzen zugrunde liegen, entstehen im Zusammengehen der einzelnen Elemente häufig zunächst eindeutig erscheinende Situationen und Geschichten, die sich bei näherer Betrachtung einer logischen Erklärung wieder zu entziehen.
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