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Andrej Wilhelms
1984 geboren in Hannover
2005-07 Studium Bauhaus-Universität Weimar
seit 2007 Kunstakademie Münster, bei Prof. Cornelius Völker
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Andrej Wilhelm wurde 1984 in Hannover geboren. Von 2005 bis 2007 studierte er an der Bauhaus-Universität in Weimar. Seit 2007 studiert er an der Kunstakademie Münster, in der Klasse von Prof. Cornelius Völker.
Andrej Wilhelms erfindet in seinen Bildern Skulpturen, die nur als Malerei funktionieren, nicht als dreidimensionale Gebilde. Weder den Gesetzen von Schwerkraft und Perspektive würden sie als solche standhalten, noch irgendeinen Zweck erfüllen können.
Die Arbeiten scheinen auf den ersten Blick eine Nähe zum Kubismus aufzuweisen, ihr Hintergrund ist aber ein anderer. Andrej Wilhelms Vorgehensweise ist weniger geplant, als dem Malprozess selbst verbunden. Nicht die inszenierte, intellektuell gesteuerte Auseinandersetzung mit künstlichen Raumsituationen steht an erster Stelle, das Spielerische im Umgang mit den Versatzstücken, Perspektiven und das Experimentieren mit der Raumwirkung von Farbe treibt ihn an.
Bei der Entwicklung seiner Konstruktionen handelt er nach dem `Bausteine-Prinzip´.
Er stellt Grundelemente zusammen, fügt neue hinzu, entfernt sie wieder, wenn sie nicht die Komposition passen, verändert deren Positionen und beginnt sich für die Räume zwischen den Gegenständen zu interessieren. Häufig entstehen so kulissenartig wirkende, zweckfreie Architekturen. Deren Elemente sind in der Regel aus abstrakten geometrischen Formen abgeleitet, seltener von Gegenständen. Wenn sich die Assoziation zu einem Gegenstand auf-drängt, so spielt dessen funktionale Bedeutung im Bild keine inhaltliche Rolle mehr. Andrej Wilhelms hat keine Geschichte, die er erzählen möchte, er will malerisch neue Raumkonstellationen entwickeln und dies möglichst oft.
Seine Bilder weisen häufig noch die malerischen Spuren ihrer Entstehung auf, er legt wenig Wert darauf, die Flächen zu glätten. Ihm ist es wichtiger sein Repertoire zu erweitern, als den einzelnen Ergebnissen zu einer gefälligen Oberfläche zu verhelfen. Auf Skizzen- oder Entwurfsarbeit verzichtet er vollständig, er entwickelt seine Arbeiten in schneller Folge direkt auf der Leinwand. Dabei begreift er die Bilder weniger als Solitäre, eher als Zustandsberichte einer Reihe, deren Ende von ihm nicht vorgezeichnet ist, sich ihm später mitteilen wird.
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