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Anna Fiegen
1981 geboren in Coesfeld
seit 2001 Kunstakademie Münster,
seit 2002 bei Prof. H.-J. Kuhna
2005 Ernennung zur Meisterschülerin
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Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2005, Auszug:
Galerie Vero Wollmann, Stuttgart. Galerie Heidi Borutta, Recklinghausen. Kunstverein und Museum für zeitgenössische Kunst, Siegen. Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel. Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, Münster. Finanzamt Münster. Ruhrfestspiel-haus Recklinghausen. Kunstverein Greven (Sommeratelier und Ausstellung).
Anna Fiegen wurde 1981 in Coesfeld geboren. 2001 begann sie ihr Studium an der Kunst-akademie Münster, seit 2002 studiert sie in der Klasse von Prof. Hermann-Josef Kuhna, der sie 2005 zur Meisterschülerin ernannte.
Die Bilder von Anna Fiegen zeigen meist unspektakuläre aber prägnante Gebäude von starker Präsenz inmitten verfremdeter Landschaften.
Sie wählt gezielt die kurzen Momente besonderer Lichtverhältnisse, hält diese zunächst fotografisch fest und fasst sie vor der Umsetzung mit Skizzen in für sie typische Kompositionen.
Klare Perspektiven und ein scheinbar eindeutiger Aufbau vermitteln dem Betrachter für einen kurzen Moment das Gefühl, ein Szenario vor sich zu haben, das sich ihm leicht erschließen wird. Zentral platzierte, schnörkellose architektonische Solitäre, häufig an die Ästhetik der Bauhausarchitektur erinnernd, die unprätentiöse Darstellung von Bauelementen, in späteren Arbeiten oft zu Farbflächen reduziert und in den Dialog zu detailliert ausgearbeiteten Elementen gesetzt, stellen die Motive. Die Szenarien wirken gleichermaßen vertraut wie befremdlich abweisend, es scheint Geschichten zu geben, die es zu entschlüsseln gilt.
Paradox: Scheinbar Eindeutiges erzeugt eine unbestimmte Atmosphäre, ohne dass sich dem Betrachter die Ursache erschließt. Zwar nimmt er das Fehlen von Menschen zur Kenntnis, für sich alleine wäre dies aber kein Grund zur Beunruhigung. Das Fehlen von Innenräumen, Spuren der Menschen, oder gar privaten Indizien ihrer Existenz erzeugt jedoch nach und nach eine übersteigerte Ruhe, die geeignet ist, Fantasien in Gang zu setzen. Die Bilder wecken nicht die Erwartung, dass noch etwas passieren könnte, dem Betrachter drängt sich vielmehr das ungute Gefühl auf, dass bereits etwas geschehen ist, dessen Rätsel nicht gelöst wird. Besondere, häufig gleißende Lichtverhältnisse, lassen
die zivilisatorisch geprägten Landschaften wie evakuiert und ausgestorben erscheinen und spielen zwischen ruhiger Idylle und bedrohlicher Entfremdung.
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