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Gan-Erdene Tsend
1979 geboren in Murun, Mongolei
1996-2001 Studium an der Hochschule für Bildende Kunst, Ulaabaatar
seit 2003 Kunstakademie Münster,
seit 2004 bei Prof. Hermann-Josef Kuhna
2007 Ernennung zum Meisterschüler
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Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2006, Auszug:
Kunstverein Siegen. Kunstverein Gronau. Kunstverein Dülmen. Galerie Noack, Mönchen-gladbach. `Kunstmonat Ameland´ (NL). Museum Kunstpalast Düsseldorf, `Große Kunst-ausstellung NRW´. Allianz Deutschland, Berlin.
Gan-Erdene Tsend wurde 1979 in Murun, Mongolei geboren.
Von 1996 bis 2001 studierte er an der Hochschule für Bildende Kunst in Ulaabaatar, Mongolei. 2003 begann er sein Studium an der Kunstakademie Münster, seit 2004 studiert er in der Klasse von Prof. Herrmann-Josef Kuhna, der ihn 2007 zum Meisterschüler ernannte.
Die Ausstellung zeigt für Gan-Erdene Tsend typische Landschaftsdarstellungen, die Ihren Ursprung im Eindruck der weiten Steppen seiner Heimat haben und wenig mit unserer herkömmlichen Vorstellung von Landschaftsmalerei verbindet.
Es ist nicht nur das fremde Szenario welches ungewohnt erscheint, in erster Linie ist es die, in mehrfacher Hinsicht, radikale Auseinandersetzung mit dem Motiv.
In den Bildern finden wir keine Lebewesen, nur in Ausnahmen deren Spuren. Selten erkennt man einmal einen Weg, der sich im Horizont verliert, in keiner Korrespondenz zu weiteren Fixpunkten steht und kaum Möglichkeiten eröffnet, an ihm eine Geschichte festzumachen. Die Zeit scheint angehalten, das Motiv scheint sich über das Format hinaus auszudehnen.
Gan-Erdene Tsend bedient sich dazu verschiedener formaler Mittel. Er verzichtet auf einen klassischen Bildaufbau mit klar zugeordneten Bildebenen, arbeitet bevorzugt mit unnatürlich hochgezogenen Horizonten und einem fast sterilen pointillistischen Farbauftrag, der sich gleichmäßig über das Bild legt.
Dies und das Nutzen der unterschiedlichen Raumwirkung von Farben lassen illusionisti-sche Räume entstehen, die auf den ersten Blick klar definiert erscheinen, dem Auge beim Abtasten des Bildes aber keinen Halt bieten. In der Regel harmonieren die Farben untereinander, seltener bedient sich Gan-Erdene Tsend stärkerer Kontraste. Dies geschieht zunehmend in seinen neueren Arbeiten. Bei ihnen lässt er sich auch auf die hier vorgefunden, ereignis- und kontrastreicheren Landschaften ein und reagiert mit einem veränderten Pin-selauftrag darauf. Der Duktus beginnt der Form zu folgen, die Bilder werden bewegter und die Motiveinheit in sich geschlossener.
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