Jana Röther

1987         geboren in Hemer


seit 2007  Kunstakademie Münster,
                 seit 2007 bei Prof. Hermann Josef Kuhna

 

 

 

Jana Röther wurde 1987 in Hemer geboren. Sie studiert seit 2007 an der Kunstakademie Münster, seit 2009 in der Klasse von Prof. Hermann Josef Kuhna.

Jana Röthers Bilder zeigen kühle, stimmungsvolle Landschaften, so, wie sie diese während ihres einjährigen Aufenthalts in Nordamerika und Kanada erlebt hat. Auf den ersten Blick wirken die Arbeiten wie naturgetreue Dokumentationen. Ihr Anliegen ist es dabei, den Dingen und Lebewesen durch eine detailgetreue Darstellung gerecht zu werden. Der Grund hierfür ist nicht ausschließlich künstlerischen Ursprungs, er liegt auch in ihrem zweiten Studium, das der Biologie, und
im ganz privaten Interesse an der Kultur der Naturvölker, mit deren besonderen, respektvollen Beziehung zur Natur.      
Häufig erst auf den zweiten Blick erkennt man Bildelemente, die Produkte ihrer Phantasie sind. Diese treten selten offenkundig als solche hervor, da sie von realen Dingen ableitet sind, um dann wieder in deren angestammten Umgebung integriert zu werden. Sie aufzuspüren ist Jana Röthers Aufgabe an den Betrachter. Versteckte Figuren, ambivalente Bildelemente und scheinbar logische Szenarien, die aber so in der Wirklichkeit nicht vorkommen können, beschäftigen das Auge und führen durch die Bilder. Zwischenräume nehmen kurzfristig selbst Gestalt an, um dann wieder in ihre ursprüngliche Bestimmung zurück zu kehren.
Damit scheinen sich die Arbeiten auf der Grenze zwischen Realismus und Surrealismus zu bewegen, haben aber einen anderen, weniger theoretischen Ansatz. Grundlage und Ausgangspunkte der Bilder von Jana Röther sind Naturbeobachtungen, die sie in ihren Zeichenbüchern festhält. Die Skizzenarbeit dient ihr nicht lediglich dazu das eigene Formenrepertoire kontinuierlich zu erweitern, es entstehen in der assoziativen Beschäftigung mit den Dingen auch die Ideen für ihre Bilder.