Jana Kiewit

1982         geboren in Münster
seit 2004  Studium an der Kunstakademie Münster,
                 bei Prof. Mechthild Frisch und Prof. Christine Rusche,
                 seit 2009 in der Klasse von Prof. Klaus Merkel

 

 

Marit Stöckelmann

1981         geboren in Münster
seit 2004  Studium an der Kunstakademie Münster,
                 seit 2006 in der Klasse von Prof. Suchan Kinoshita
                

Jana Kiewit wurde 1982 in Münster geboren. Sie studiert seit 2004 an der Kunstakademie Münster, von 2009 an bei Prof. Klaus Merkel. Vor ihrem Studium schloss sie eine Lehre als Bauzeichnerin ab. 2007/08 war sie als Stipendiatin an der Akademie der Bildenden Künste Wien, bei Prof. Gunter Damisch. 

Die Vita von Jana Kiewit lässt ein Interesse an besonderen Raumsituationen erahnen. War es in ihrem Beruf als Bauzeichnerin noch die Aufgabe zu dokumentieren und zu planen, so hat sie sich in ihren Bildern von diesem Anspruch befreit. Sie verlässt das Feld zweckorientierter, funktional ausgerichteter Konstruktions-Skizzen und erfindet Konstellationen, die mit den Perspektiven spielen und kaum noch Bezug zu Funktionalität und Realität haben.
Jana Kiewit möchte ihre Räume keine Geschichten erzählen lassen, ihr Antrieb ist der Mal-prozess selbst. Am Anfang eines neuen Bildes, meistens arbeitet sie an mehreren gleichzeitig, steht eine lediglich vage Vorstellung des Ergebnisses. Unmittelbar beginnt sie mit Farbüberlagerungen, dem Wechsel von klaren Konturen und spontan hingeworfenen Farbflächen und Spritzern, ihren eigenen Raum zu schaffen. Ihr Wissen über Perspektiven verbindet sie
mit Experimenten um die räumliche Wirkung von Farbe. Häufige Übermalungen und das Zusammenfügen einzelner malerischer Elemente und perspektivische Fragmente gehören zur Entstehung, genauso wie die regelmäßigen `Bestandaufnahmen´ des momentan erreichten Zustandes, deren Ergebnis das weitere Voranschreiten des Bildes bestimmt.  

Marit Stöckelmann wurde 1981 in Münster geboren. Sie studiert seit 2004 an der Kunstakademie Münster, von 2006 an bei Prof. Suchan Kinoshita.

Ihren Betrag zur Ausstellung bildet die Skulptur `Pony´, genauer: Ihre lebensgroße künstlerische Interpretation aus Polyesterharz, in schriller, magentafarbener Oberfläche. Wie bei der Mehrzahl ihrer Arbeiten, bewegt sich Marit Stöckelmann damit in einem Bereich, der die PopArt in Richtung Kitsch verlassen hat. Was auf den ersten Blick belanglos, verspielt und vordergründig daherkommt, von der Künstlerin durchaus beabsichtigt, hat doch einen Hintergrund. Marit Stöckelmann setzt sich in ihren Arbeiten mit dem Grenzbereich zwischen Kunst und Dekoration auseinander und den damit verbundenen Schönheits- und Geschmacksfragen. Putzig, laut und schräg heischt auch ihre Skulptur `Pony´ um Aufmerksamkeit, mit zunehmender Betrachtungsdauer wird aber deren Bestimmung immer unklarer. Für ein Spielzeug ist sie zu monumental, gegen die nahe liegende Vermutung, es handle sich um ein Denkmal, spricht die zwar handwerklich penibel ausgeführte, aber in ihrer Erscheinung unseriös wirkende Um-setzung und der Umstand, dass sich das Ergebnis mit einem Sockel aus Pappkartons begnügen muss.