Ji-Hoon Ha

1978              geboren in Pusan, Süd-Korea
1996 und       Studium der Malerei an der Yeungnam-Universität
2000-03         in Tagegu, Süd-Korea
seit 2004       Kunstakademie Münster,
                      seit 2005 bei Prof. Michael van Ofen
2008              Ernennung zum Meisterschüler

 

 

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2002, Auszug:
Ausstellungshalle der Yeungnam Universität / College of Fine Art, Tagegu (Korea).
Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, Münster. Kulturbahnhof Eller, Düsseldorf.
`Mainzer Kunstpreis´, Eisenturm, Mainz. `Malerei 08´, Bad Oeynhausen. Lakenhalle, Ypres/Ieper (Belgien),.

Ji-Hoon Ha wurde 1978 in Pusan, Korea geboren. 1996 und 2000 bis 2003 studierte er in Korea Malerei an der Tagegu-Yeungnam-Universität. 2004 begann er sein Studium an der Kunstakademie Münster. Seit 2005 studiert er in der Klasse von Prof. Michael van Ofen, der ihn 2008 zum Meisterschüler ernannte.

Die Bilder von Ji-Hoon Ha zeigen skulptural anmutende, bühnenartig inszenierte Landschaften. In der Mehrzahl erscheinen sie wie kubistische Collagen aus deren Fragmenten.
Die räumlichen Darstellungen der Versatzstücke geraten dabei zunehmend in den Dialog mit abstrahierten flächigen Elementen. Ji-Hoon Ha verfolgt das Spiel mit den Perspektiven aber nicht als Element zur Verwirrung und Irreführung des Betrachters, seine Absicht ist
es, besondere Stimmungen durch die künstlich geschaffenen und schwer zu definierenden
Orte zu erzeugen. Für ihn spielt es keine Rolle, ob die Einzelteile in der Realität wirklich in der dargestellten Konstellation vorkommen. Mediterrane Elemente, solche aus seiner Heimat  und aus seiner neuen (der Münsteraner) Umgebung finden gleichermaßen Eingang in seine Bilder und verstärken die Mehrdeutigkeit des Motivs.

Als Grundlage für seine Arbeit dienen ihm Naturstudien, als Vorlagen für die Bilder sind es Entwurfsskizzen oder Collagen aus Zeichnungen oder Fotos.

Für die Entwicklung seiner neuesten Arbeiten ging er zwischenzeitlich den Weg über die Abstraktion. Zunächst experimentierte er mit ungegenständlicher Malerei, die sich zu Beginn innerhalb von Umrissen bekannter Gegenstände bewegte, in der Folge aber auch auf solche Fixpunkte verzichtete und zunehmend in freie Kompositionen überging. In den aktuellen Bildern kehrt er häufig wieder zu gegenständlicheren Darstellungsformen der Details zurück, geblieben ist die Vorliebe für Inszenierung an Stelle von Dokumentation.