Mario Weinberg

1982        geboren in Werl

seit 2007  Kunstakademie Münster

Klasse Prof. Cornelius Völker (seit 2008)
               

Mario Weinberg wurde 1982 in Werl geboren. 2007 begann er sein Studium an der Kunst-akademie Münster, seit 2008 studiert er in der Klasse von Prof. Cornelius Völker.

Ausgangspunkte für Mario Weinbergs Bilder sind in der Regel Motive aus seinem persönlichen Umfeld. In ihrer Entstehung haben sie zu Beginn häufig noch erzählerischen Charakter, bevor dieser zunehmend malerisch-formalen Experimenten Platz macht. Das gilt für die einzelnen Werke, aber auch für die gesamte Entwicklung seiner Arbeit.

Mario Weinberg arbeitet Prozess orientiert. Zwar beginnt er jede seiner Arbeiten mit einer klaren Vorstellung der Bildkonzeption und dessen was er darstellen möchte, während der weiteren Ausführung lässt er sich aber zunehmend auf jene Ereignisse ein, die der Malvorgang mit sich bringt. Er überdenkt das ursprüngliche Vorhaben und reagiert auf Zwischen-ergebnisse. Meist sind es in der Folge Experimente um neue Raumkonstellationen, das Spiel mit besonderen Lichtverhältnissen, ein bewusstes Gegenüberstellen von klaren und sich auflösenden Formen, die den weiteren Verlauf der Arbeit bestimmen. Realistische, dem Motiv angemessene Farbgebungen verdichten sich häufig zu monochromen Farb-flächen und führen in ihrem Wechselspiel zum Ergebnis. Die schlüssige Bildeinheit erhält letztlich den Vorzug vor der dokumentarischen Motiveinheit.
Mario Weinberg geht in der Fertigstellung seiner Bilder nicht linear vor und passt die Malweise seinem Vorhaben an. Sofort zu Beginn vereinnahmt er den gesamten Bildträger mit unterschiedlichen Materialien. Öl- und Acrylfarben, Tuschen und Farbstifte kommen zum Einsatz und bauen das Bild sukzessive auf. Dies geschieht zunächst als rein malerischer Vorgang, häufig auf mehreren Leinwänden gleichzeitig, bevor er die momentanen Zustände analysiert und das weitere Vorgehen daraufhin abstimmt. Zu Gute kommt ihm dabei sein handwerkliches Potential und eine gewisse Unbekümmertheit, die ihn die Aussicht auf ein Ergebnis, das später anders als geplant ausfallen mag, nicht als Bedrohung für die Arbeit fürchten, sondern als bereichendes Element begreifen lässt.