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Mehdi Melhaoui
1983 geboren in Casablanca, Marokko
2003-2005 Studium an der `Université de Paul Valery´, Montpellier (F)
seit 2005 Studium an der `Academie des beaux arts´, Montpellier
seit 2006 Mitglied von `La Grande Barge´, Villeneuve les Maguelone (F)
2009 Stipendium an der Kunstakademie Münster, Prof. Guillaume Bijl
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Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2000, Auszug:
Galerie Tilila, Casablanca, Marokko. `Festival des Arts Singuliers´, Villeneuve les Mague-lone, Frankreich. `Ursulines-Festival danse´, Montpellier. Galerie Chilloutgeneration, Mont-pellier. Skulpturenauftrag der Stadt Montpellier. Centre Culturel Francais d´Alger, Algerien. 1. Preisträger des Magazin `GEO´, für Fotographie `Wasser´.
Mehdi Melhaoui wurde 1983 in Casablanca, Marokko geboren. 2003 zog er nach Frank-reich und studierte von 2003-2005 in Montpellier an der `Université de Paul Valery´, seit 2006 an der `Academie des beaux arts´, ebenfalls in Montpellier. Im Sommersemester
2009 ist er als Stipendiat an der Kunstakademie Münster, bei Prof. Guillaume Bijl.
In seiner Ausstellung präsentiert Mehdi Melhaoui Installationen, Objekte und Fotoarbeiten. Seine Arbeiten zeigen surrealistisch anmutende Schiffswracks mit morbiden Oberflächen, aufgestellt auf Ankerketten oder filigranen, spinnenartigen Beinen und zum Teil über Pumpen mit dem Element `Wasser´ spielend. Der Eindruck den die rostigen Eisenflächen der Installationen hinterlassen, wird in den Objekten verstärkt durch Materialfraß, der sie an längst versunkene und wieder hervorgeholte Wracks erinnern lässt. Mehdi Melhaoui verbindet mit diesen Arbeiten die sichtbar Machung von Zeit und Veränderung. Sie sind für
ihn eine Hommage an Dinge, die ihrer ursprünglichen Funktionalität beraubt sind, aber im jetzigen Erscheinungsbild einen ästhetischen Reiz ausmachen und darauf warten, in ihrem neuen Zustand wieder entdeckt zu werden.
Auch die Fotoarbeiten spielen mit dem Faktor Zeit. Seine Hafenpanoramen setzt Mehdi Melhaoui als Fries aus über dreißig einzelnen Fotos zusammen, für die er das jeweilige Areal mit der Kamera abschreitet. Im Gegensatz zum Ergebnis von Panoramakameras ergibt sich daraus eine Verfremdung durch die wechselnden Standorte. Das Aufeinandertreffen von vertikaler Architektur und horizontaler Küstenlinie wird klarer und verdeutlicht die von Menschen gestaltete Silhouette als physikalische Barriere und Grenze zwischen Meer und Land.
Alle seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Meer, dem Horizont, Häfen und Schiffen. Neben der künstlerischen Neugier auf die Möglichkeiten welche diese Motive mit sich bringen, ist dieses Interesse seiner in persönlichen Vita begründet. Noch heute fährt er, immer noch die drei Staatsangehörigkeiten (Marokkanisch, Französisch und Deutsch,
durch seine deutsche Mutter) besitzend, regelmäßig mit dem Schiff in seine ehemalige Heimat. Die dreitägige Reise gibt ihm die Möglichkeit, über den Wandel der unterschied-lichen Kulturen nachzudenken, sich auf die kommenden Eindrücke vorzubereiten und sie in neuen Ideenskizzen für spätere Projekte festzuhalten.
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