Miriam Jochum

1980         geboren in Siegen
2001-04   Studium an der FH-Design, Münster
seit 2002  Kunstakademie Münster, bei Prof. Udo Scheel,
seit 2005  bei Prof. Cornelius Völker
2004/05   Stipendium an der École Supérieure des Beaux Arts, Genf
2008         Ernennung zur Meisterschülerin

 

 

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2005, Auszug:
`Exposition Sérigraphie´, Genf (CH). Jung-Stilling-KHS, Siegen. Kubo-Show, Herne.`Galerie im Rathaus´, Lippstadt.

Miriam Jochum wurde 1980 in Siegen geboren. 2002 begann sie ihr Studium an der Kunstakademie Münster, seit 2005 studiert sie in der Klasse von Prof. Cornelius Völker, der sie 2008 zur Meisterschülerin ernannte. 2004-05  war sie Stipendiatin an der École Supérieure des Beaux Arts in Genf.

Miriam Jochum konzipiert ihre Bilder in zwei unterschiedlichen Ansätzen. Sie abstrahiert Gesehenes und in Skizzen Festgehaltenes, oder kehrt diesen Vorgang um und verdichtet abstrakte malerische Spuren spielerisch so weit zu gegenständlichen Elementen, dass die Ergebnisse reale Vorbilder als Ausgangspunkt vermuten lassen.
Auch die Motive teilen sich in zwei Kategorien auf: Figürliche Darstellungen, stets aus ungewöhnlichen Perspektiven betrachtet, und Natur- und Stadtlandschaften, die sie in den neueren Arbeiten zunehmend beschäftigen.
Gemeinsam ist beiden Vorgehensweisen, dass ihnen eine sehr subjektive Betrachtungsweise zu Grunde liegt, die Eindrücke aber nicht zwingend dem direkten persönlichen Umfeld entnommen sind.
Miriam Jochum will keine Geschichten erzählen, sie interessieren in erster Linie visuelle Phänomene, die durch besondere Lichtverhältnisse ausgelöst werden. Darstellungen von Zwielicht, Gegenlicht und Reflektionen in der Dämmerung lassen ihre Landschaften unwirklich erscheinen und die Räume wie kulissenartig überhöhte Momentaufnahmen.
Beeinflusst werden die neueren Arbeiten durch die Eindrücke aus ihrem Norwegenaufenthalt, von dem sie eine Vielzahl von Aquarellen, Kohle- und Graphitzeichnungen mit zurück brachte. Wie die Vorbilder der skandinavischen Landschaften, sind die Bilder in ihrer Farbwahl zwar bedeckt und relativ dunkel, wirken dabei aber nie düster oder trostlos und haben einen hohen ästhetischen Reiz. Der Einfluss dieser Impressionen bleibt auch in den Interpretationen jener Motive spürbar, die sie nach ihrer Rückkehr gewählt hat.
In ihren Formaten bewegt Miriam Jochum sich zwischen extrem kleinen Darstellungen (10x15 cm) und Großformaten (200x200 cm), wobei es für das Ergebnis keinen großen Unterschied macht, in welcher Größe oder Technik die Motive umgesetzt wurden.
Bei ihren Ölbildern erahnt man häufig die vorangegangene Skizzenarbeit in Aquarelltechnik. Ähnlich wie bei diesen entstehen räumliche Illusionen durch das Wechselspiel von Lasuren, Farbverdichtungen und pointiert aufgesetzten Lichtern.