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Annika Kahmen
1988 geboren in Vreden
Seit 2007 Studium an der Kunstakademie Münster,
seit 2008 bei Prof. Henk Visch
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Anne Krönker
1984 geboren in Osnabrück
Seit 2007 Studium an der Kunstakademie Münster,
seit 2008 bei Prof. Henk Visch |
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Marie Otto
1987 geboren in Osnabrück
Seit 2007 Studium an der Kunstakademie Münster, bei Prof. Cornelius Völker,
seit 2009 bei Prof. Henk Visch
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Annika Kahmen (geboren 1988 in Vreden), Anne Krönker (geboren 1984 in Osnabrück) und Marie Otto (geboren 1987 in Osnabrück) studieren seit 2007 an der Kunstakademie Münster, aktuell in der Klasse von Prof. Henk Visch.
Ihre Ansätze sind unterschiedlich, das gemeinsame Arbeiten im Klassenatelier und der damit einhergehende Gedankenaustausch ließen mit der Zeit aber den Wunsch aufkommen, ein erstes gemeinsames Projekt zu realisieren. Im `Quartier 7´ zeigen sie zunächst ihre unabhängig voneinander entstandenen Arbeiten, lediglich in der Auswahl für die Präsentation aufeinander abgestimmt, nicht im Sinne einer gemeinsamen Konzeption. Nach der Vernissage beginnen
sie vor Ort sukzessive den Raum zu verändern. Dies geschieht mit Versatzstücken ihrer Ausstellung und neuen, eigens zu diesem Zweck entworfenen Elementen.
Das Ergebnis stellen sie vom 15. - 18. April in der Reihe `Abend im Quartier´ vor.
Annika Kahmen arbeitet bevorzugt mit Holz, Pappe und Papier. Die Materialien prägen die daraus entstandenen Objekte. Besonders die meist kleinformatigen Holzfiguren wirken durch ihre Bemalung, dem Wechselspiel von vereinfachten Grundformen, groben Oberflächenstrukturen und filigran ausgearbeiteten Passagen, expressiv. Die Vorgehensweise von Annika Kahmen ist zu Beginn Kopf gesteuert. Sie findet eine Grundidee, notiert ihre Gedanken dazu und entwickelt über Assoziationen die spätere Erscheinungsform. Häufig stehen dabei abstrakte und gegen-ständliche Formen im direkten Dialog.
Im Gegensatz zu Annika Kahmen setzt sich Anne Krönker unmittelbarer mit ihren Materialien auseinander. Sie sind an der Entstehungsgeschichte der Arbeiten beteiligt. Stoffe, Folien und Planen werden immer wieder zusammengenäht, getrennt, verschnürt und ausgestopft, bis vertraut erscheinende Objekte entstehen; Köpfe, Gliedmaße oder solche mit pflanzlichem Ursprung. Das Einlassen auf das Eigenleben der Werkstoffe, wie Materialstruktur und Oberflächenspannung, verhindern, dass sich die Ergebnisse in realistischen Wiedergaben erschöpfen. Erst im Verlauf ihrer Entstehung legt Anne Krönker fest, ob die Resultate ihre letztendliche Bestimmung als Solitäre oder als Bestandteil einer Installation erhalten.
Marie Otto ist die Malerin unter den Dreien. Einen zentralen Bereich nehmen die Portraits ein. Es sind in der Regel kleinere Papierarbeiten oder größere Formate auf Leinwand. Sie lässt ihre Modelle dafür nicht posieren, sondern versucht charakteristische Stimmungen und Gefühle der Dargestellten einzufangen, meist sind es ernsthafte und melancholische Momente. Intuitiv lässt sie sich während des Malprozesses auf ihre Gegenüber ein. Der Ursprung ihres zweiten Arbeitsfeldes, der Assamblage, ist spielerischer, oft auch stärker abstrahiert. Aus Fotos und Fundstücken unterschiedlicher Materialien lässt sie Natur- oder Stadtlandschaften entstehen und ist damit wieder näher an den Arbeiten von Annika Kahmen und Anne Krönker.
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