Andreas Kiepe

1981         geboren in Herford
seit 2002  Kunstakademie Münster
                (2002-05 bei Prof. Timm Ulrichs,
                seit 2005 bei Prof. Henk Visch)

2007        Ernennung zum Meisterschüler

 

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2005, Auszug:Galerie `Artefakte´, Bad Oeynhausen. `Kuboshow´, Herne. Bispinghof, Nordwalde Städtisches Museum Bergkamen,

Andreas  Kiepe wurde 1981 in Herford geboren.
Er studiert seit 2002 an der Kunstakademie Münster, bis 2005 in der Kasse von Prof. Timm Ulrichs, seither bei Prof. Henk Visch, der ihn 2007 zum Meisterschüler ernannte.

Andreas Kiepes künstlerisches Interesse gilt der Beschäftigung mit unterschiedlichen Raumsituationen. Auslöser sind stets Begebenheiten aus seinem persönlichen Umfeld. Die dort vorgefundenen Konstellationen inspirieren ihn in zweierlei Hinsicht: Formal verleiten sie zum Spiel mit den Perspektiven, gleichzeitig weckt aber auch das, was die Räume über
ihre Nutzer erzählen, seine Aufmerksamkeit.

Die kontinuierliche Entwicklung seiner Arbeiten lässt sich durch Betrachtung in der zeitlichen Chronologie ihrer Entstehung gut nachvollziehen. 

Am Anfang stand eine Neuordnung von Innen- und Außenraum. Blickwinkel veränderten sich, Dinge begannen ihren angestammten Platz zu verlassen, einzelne Elemente traten aus der Bildebene heraus. Es entstanden erste Assemblagen, bei denen unterschiedliche Materialien und Techniken zum Einsatz kamen. Fotografien, gemalte Elemente, Papiere und Pappen spielten bereits hier außerhalb einer klar umrissenen Fläche und bildeten Reliefs, zu denen
auch das Schattenspiel jener Bildelemente gehört, die aus dem Format herausragten.

In einem zweiten Schritt entstanden Schaukästen, bevorzugt in alten Bilderrahmen platziert, deren bühnenartiger Aufbau den gewollt erzählerischen Charakter unterstützt. In diesen Arbeiten berichtet Andreas Kiepe von seinen subjektiven Wahrnehmungen der Szenarien, oder dichtet ihnen eigene, erfundene Geschichten an. Kleine Attribute des Alltags finden dabei ihre häufig etwas schrägen Inszenierungen.

In seinen neuen Arbeiten entwickelte er hieraus verschachtelte, kubistisch anmutende Skulpturen, die mit den bekannten Techniken spielen und im Zusammengehen mit der neu gewonnenen Vielzahl möglicher Blickwinkel gleichermaßen vertraut und verwirrend wirken.

Unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Entstehung ist den Arbeiten von Andreas Kiepe ein hohes spielerisches Element und die Liebe zum Detail gemein.