Youngran Kim

1978              geboren in Seoul, Korea
1997-2002    Studium an der Hansung-Universität, Seoul  (freie Kunst)
seit 2005       Kunstakademie Münster
(seit 2006 bei Prof. Henk Visch)

 

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 1999; Auszug:`1. Factory Art Festival´, Samae Comp. (Ich’on, Korea), `Wish´ Gallery Boda (Seoul),`Direction of Art´, Gallery Dongduk, (Seoul), Galerie Krabbedans (Eindhoven, NL)

Youngran Kim ist 1978 in Seoul geboren.
Von 1997 bis 2002 studierte sie Freie Kunst an der Hansung-Universität in Seoul. Dort erlernte sie die Grundlagen von Zeichnung, Malerei, Skulptur, Foto und Film.2005 begann sie ihr Studium an der Kunstakademie Münster. Sie ist Studentin in der Klasse von Prof. Henk Visch.

Bereits früh galt ihr vorrangiges Interesse der Zeichnung. Die Vorliebe für Zeichenstift und Papier hat sie sich bis heute bewahrt. Die Beschäftigung mit diesen Materialien ist fast immer Ausgangspunkt ihrer Arbeiten, auch dann, wenn sie für die Umsetzung das Metier wechselt. Neben ihren freien Zeichnungen gibt es solche, die in direktem Zusammenhang zur Entstehung ihrer Skulpturen und Videoanimationen stehen, häufig  auch deren Bestandteil bleiben.

In ihrer Ausstellung zeigt sie mit der Skulptur “Trommel“ ein Schlagzeug, das vollständig und in Originalgröße aus dünnem weißem Karton gefertigt ist. Es korrespondiert mit Zeichnungen, die aus einem Trommelwirbel mit Graphitstiften entstanden sind, den ein Berufsmusiker so für sie auf Papier sichtbar gemacht und konserviert hat.
Die Entstehung der Spuren, die damit verbundenen Bewegungen und Klänge sind auf Video festgehalten und - wie die Zeichnungen selbst - Teil der Ausstellung.

Ebenfalls zu sehen ist ihr Animationsfilm “Bboying“ (Breakdancer) der aus tausend eigens dafür angefertigten Zeichnungen entstanden ist. Auch dieses Motiv hat Youngran Kim parallel dazu als lebensgroße Figurengruppe aus weißem Zeichenkarton umgesetzt.

Neben diesen Arbeiten und einer Auswahl freier Skizzen zeigt die Ausstellung eines ihrer vorausgegangenen Werke von 2006, das nicht aus Papier gefertigt ist. Es handelt sich um die realistische Nachbildung eines Buches aus Mehl, die stärker ästhetische und spielerische Komponenten aufweist als ihre neueren Arbeiten. Bereits hier finden wir einen Gegenstand vor, der auf irritierende Weise seiner ursprünglichen Funktion und seines angestammten Materials beraubt ist und ausschließlich  als Skulptur existiert.