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Jun Ho Cho
1975 geboren in Pusan, Korea
1990-93 Art Highschool, Pusan
1993-2002 Chung-Ang Universität, Seoul
seit 2004 Kunstakademie Münster
(bei Prof. Mechthild Frisch) |
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2001; Auszug:
Landesmuseum Gyeong-Gi (Korea) - Preisträger des `Sosabal´ Kunstwettbewerbs
Stadtmuseum Pusan (Korea) - Ausstellung des `Asia´ Kunstpreis
Suraval Gallery (Seoul, Korea), Stadtmuseum Gyeong-Gi (Korea)
Jun Ho Cho ist 1975 in Pusan, Korea geboren.
Er studierte an der Pusan Art-Highschool und in Seoul an der Chung-Ang Universität.
Dort erlernte er die technischen Grundlagen der traditionellen koreanischen Malerei.
Neben seinem Studium arbeitete er als Art-Director in Seoul, danach in Sydney,
bevor er 2004 an die Kunstakademie Münster kam.
Der Auslöser für seinen Wechsel nach Europa war der Wunsch, die vorwiegend traditionellen Elemente in seinen Bildern um spontanere, spielerische zu ergänzen.
Malerische und zeichnerische Umsetzungen finden seither gleichermaßen in seinen Bildern statt. Der Entstehungsprozess bleibt in den Arbeiten sichtbar, dessen Spuren gehören zum Bild und machen einen Teil der Spannung aus.
Inhaltlich handeln die Bilder vordergründig meist von Menschen und Tieren.
Bei den Personendarstellungen, obwohl malerisch überzeugend in Szene gesetzt, handelt es sich jedoch nicht um fotorealistische Arbeiten.
Jun Ho Cho´s Thema ist nicht die Abbildung im Sinne von Illustration, er versucht vielmehr Eigenarten und Befindlichkeiten der Personen in ihrem persönlichen Umfeld einzufangen. Das dokumentiert sich in ihrer Kleidung, mehr noch aber in ihrer Körper-sprache und Mimik. Häufig erschließt sich auf den zweiten Blick, dass es sich um sensible, manchmal auch verletzliche Menschen handelt.
Damit bewegt sich Jun Ho Cho mit seinen Interpretationen durchaus noch in einem narrativen Bereich, in der Umsetzung zum Teil immer noch in der Tradition koreanischer Portraitmalerei, die zeichnerische und malerische Elemente verbindet und sehr dosiert einsetzt. Harte Konturen und prägnante Schatten (von denen Leonardo da Vinci meinte,
sie dienten ohnehin lediglich der Überspielung eigener handwerklichen Unzulänglichkeit) wird der Betrachter hier vergebens suchen.
Weiter entfernt sich Jun Ho Cho von dieser Tradition in seinen Tierbildern. Hier lässt er seiner Malerei freien Lauf (dem ursprünglichen Beweggrund für das Verlassen seines kulturellen Umfeldes). Seine Fantasie tritt dabei zunehmend an die Stelle vorausge-gangener sensibler Beobachtung. Er sucht ausgestopfte Tiere als Motive, um dann den Versuch zu unternehmen, diese in seinen Bildern für den Betrachter `wieder zu beleben´.
Häufig entstehen dabei irritierende Konstellationen, wobei ihm die Beherrschung unter-schiedlicher Stile zugute kommt.
Diese Verbindung verschiedener Arbeitsweisen wird für Jun Ho Cho das sein, was ihn in der nächsten Zukunft antreiben und beschäftigen wird.
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