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Isabelle von Schilcher
1983 geboren in Hilden
2002-03 Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität
(Studium der Kunstgeschichte)
seit 2003 Kunstakademie Münster
(2004-06 bei Prof. Daniele Buetti,
seit 2006 bei Prof. Henk Visch)
seit 2008 Meisterschülerin |
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 2006; Auszug: Wewerka-Pavillon, Münster. `De Krabbedans, Centrum Beeldende Kunst´, Eindhoven (NL) HGB Leipzig - `Raum 205´. Kyrgyz National Museum of Fine Arts, Bishkek (Kirgistan).
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Isabelle von Schilcher ist 1983 in Hilden geboren. Seit 2003 studiert sie an der Kunstakademie Münster und ist seit 2008 Meisterschülerin bei Professor Henk Visch. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Fotografie, Plakate und Objekte.
In ihren Fotografien täuschen ästhetisch ansprechende Kompositionen darüber hinweg, dass ihr eigentliches Interesse darin liegt, den Betrachter in die Irre zu führen. Sie entwickelt dazu Szenarien, die so nicht existieren, aber glaubhaft (real) wirken. Stößt Isabelle von Schilcher auf ein für sie neues und interessantes Motiv, beginnt sie in der Regel umgehend damit, die-ses zu manipulieren, es in ihrem Sinne zu verändern. Häufig steht die Idee bereits am Anfang und sie sucht erst danach jene Motive aus, die ihren Vorstellungen entsprechen und sich ihnen anpassen lassen. Versatzstücke werden so zusammengefügt, dass sie schlüssig wirken und der Betrachter nicht erkennt, warum das Ergebnis surreale Züge trägt. Er ist gut beraten, der Künstlerin nichts zu glauben. Tauchen authentisch erscheinende Personen in vermeint-lichen Momentaufnahmen auf, darf er sich nicht sicher sein, dass sie nicht vorher von Isabelle von Schilcher in deren Plan eingeweiht, zu Komplizen gemacht und überredet wurden, in ihrem Sinne zu posieren. Trägt der Interessierte sich mit dem Gedanken, eines ihrer Objekte aus der Reihe “Ich sage nichts“ zu erwerben, weil es als eine romantische Variante von Hand-schmeichlern daherkommt, nimmt er davon besser Abstand; es sind nicht die lieben Briefe vertrauter Personen, als die sie erscheinen, und die es wert sind für immer in poliertem Harz konserviert zu werden. Es sind von Isabelle von Schilcher selbst verfasste, sehr persönliche, nicht immer vorzeigbare spontane Aufzeichnungen, von denen sie ungern möchte, dass sie in fremde Hände geraten. Es handelt sich nicht um die Ästhetisierung und Sublimierung privater Dinge, eher um deren sichere Endlagerung.
Kleine Einblicke, Ahnungen verraten ihre skurrilen, selbst verfassten Texte mit denen sie gerne ihre Ausstellungen begleitet. Dabei kommt ihr der schräge Humor zu Gute, den sie ganz ausgeprägt in ihren völlig zweckfreien Plakaten auslebt. Sie versieht Bilder mit Texten, persönlichen Kommentaren und Übermalungen, und das ganz offensichtlich mit größter Freude. Isabelle von Schilcher nimmt bei ihren Arbeiten selbst keine Klassifizierungen vor, sie sind ihr alle gleich wichtig, ganz im Sinne des selbst gewählten Titels Ihrer Ausstellung: “Wenn es brennt, nehme ich alles mit“.
Eine ihrer aktuellen Arbeiten ziert die Fassade des Nationalmuseums von Kirgistan, ein Ort, den sie im Moment gegen keinen anderen tauschen möchte. Warum das so ist teilt sie uns nicht mit, aber ohnehin erinnert einiges in ihrer Vorgehensweise an das Zitat des Physik-Nobelpreisträgers Richard P. Feynman, der seiner Umwelt voller subversiver Freude mitteilte “sie haben nie herausgekriegt, was ich mache“.
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